Mittwoch, 11. April 2018

Datenschutz-Grundverordnung - Was ist das eigentlich?

Datenschutz-Grundverordnung, dieses Wort geistert in letzter Zeit vermehrt durch die Medien. Und fast überall ist zu lesen, dass diese neue Verordnung nicht nur große Firmen, sondern auch kleine Unternehmen und Vereine betrifft. Immerhin gilt die Verordnung bereits am dem 25. Mai 2018. Doch was sagt die neue Datenschutz-Grundverordnung aus? Welche Veränderungen müssen wir in unseren Datenbeständen vornehmen?
Das ist gar nicht so einfach in einem Satz erklärt. Und selbst dieser Artikel hier wird nicht dazu ausreichen, allumfassend über dieses Thema zu informieren. Deswegen habe ich am Ende dieses Artikels noch eine Literaturempfehlung, die auf etwas über 60 Seiten genau informiert, was die neue Verordnung für uns bedeutet.
Als Kerninformation kann man jedoch festhalten, dass die neue Datenschutz Grundverordnung zunächst einmal für besseren Datenschutz sorgen soll. Zudem soll sie sicherstellen, dass immer transparent ist, wie wann und in welchem Umfang Daten verarbeitet werden. Das fängt mit der Zuständigkeitsverteilung bezüglich der Datenverarbeitung im Betrieb an, geht möglicherweise über die Einstellung eines Datenschutzbeauftragten, und hört noch nicht damit auf, dass Betriebe und Vereine ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten erstellen müssen. Dort wird ganz genau aufgelistet und beschrieben, welche Daten, in welcher Art und Weise, von welchen Mitarbeitern, wo verarbeitet werden. Darüber hinaus gibt dieses Verzeichnis darüber Auskunft, an welche Stelle mögliche Daten an Dritte übermittelt werden. Gegebenenfalls sind dann mit externen Mitarbeitern einzelne Verträge zu schließen.
Darüber hinaus muss künftig sichergestellt sein, dass die Daten wirklich geschützt sind. Hierzu ist es unter Umständen notwendig, Laufwerke zu verschlüsseln, E-Mail Übertragung auf verschlüsselter Basis vorzunehmen oder weitere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Zu den weiteren Sicherungsmaßnahmen gehört auch, dass nur Mitarbeiter die berechtigt sind, entsprechende Daten einzusehen, dies auch können. Geschäftliche Daten auf Privatrechnern oder Rechner, die für jeden zugänglich irgendwo im Betrieb stehen, sind natürlich nicht gestattet.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Datenschutz-Grundverordnung ist der Hinweis, dass die sogenannten Betroffenen, das sind die Personen, von denen wir Daten gespeichert haben, das Recht haben diese einzusehen, löschen zu lassen, oder entsprechend korrigieren zu lassen. Über dieses Recht muss entsprechend informiert werden. Diese Regelungen betreffen die Datenverarbeitung im Allgemeinen.
Besondere Regelungen für Internetangebote, sind aber ebenfalls zu berücksichtigen. Auch hierzu gibt es am Ende des Berichts einen Link.
Für kleine Unternehmen und Betriebe bedeutet dies einen zum Teil erheblichen größeren Arbeitsaufwand. Insbesondere da, wo Daten zum Teil auf privaten Computern gelagert wurden, was man sich im Vereinsbereich sehr gut vorstellen kann, könnte unter Umständen demnächst eine Änderung nötig sein.
Wie setzt ihr die Datenschutz-Grundverordnung um?

Ein Buch zum Thema:
https://www.amazon.de/Erste-Datenschutz-Grundverordnung-Unternehmen-Vereine-Sofortma%C3%9Fnahmen-Paket/dp/3406716628

Link der Deutschen Gesellschaft für Datenschutz für Betreiber von Internetseiten:
https://dsgvo-muster-datenschutzerklaerung.dg-datenschutz.de/

Freitag, 10. Juni 2016

Modern oder diskriminierend? - Der Burkini

Zurzeit wird wieder einmal über das Verbot der "Ganzkörperbadebekleidung" diskutiert. Nach Beschwerden von Besuchern hat man jüngt in Neutraubling ein "Burkini-Verbot" ausgesprochen. Ist eine solche Entscheidung im Sinne der Freiheit oder ist sie diskriminierend? Die Diskussion ist nicht neu. Wir haben uns schon 2009 für unser Magazin "Bäder Sport Gesundheit" mit dem Thema Burkini beschäftigt. Nachfolgend findet ihr den leicht bearbeiteten Bericht aus dem Jahr 2009, als das Thema schon genauso heiß diskutiert wurde, wie nun, sieben Jahre später.




Einige priesen ihn als die Wunderlösung, um auch Muslimen eine Teilnahme am Schwimmsport zu ermöglichen. Andere verteufelten ihn als tiefsten Ausdruck der Frauenfeindlichkeit und sprachen sich für ein Verbot aus. Die Rede ist vom „Burkini“ oder, um den englischsprachigen Oberbegriff für diese Badebekleidung zu gebrauchen, die „modest“ oder „full coverage swimwear“ also Ganzkörper Badebekleidung. Die kennen wir in anderer Form schon von den Weltmeisterschaften im Schwimmen, wo Ganzkörperanzüge mit spezieller Beschichtung neue Wunderzeiten ermöglichten. Das regte zwar auch viele Schwimmfreunde auf und nicht wenige sprachen sich für das Verbot dieser Bekleidung aus. Die Gründe der Ablehnung waren aber andere als etwa beim Burkini. Die neuen Anzüge machte durch ihre besondere Beschichtung schneller und ermöglichten so Fabelzeiten, die kein »nackter« Schwimmer erreichen konnte.
Cover Bäder Sport Gesundheit von 2009
Der Burkini ist ein zweiteiliger Schwimmanzug mit einer integrierten Kopfbedeckung und erfüllt angeblich die Anforderungen des Hidschab, also der geforderten islamischen Körperbedeckung der Frau. Dabei ist strittig, welcher Art diese Körperbedeckung zu sein hat.
Der Hidschab wird im Koran an einigen Stellen im Sinne einer Trennwand erwähnt, nicht jedoch im Sinne eines Kleidungsstücks. Obwohl sich das Tragen des Hidschab nach Ansicht vieler Vertreter des Islam aus dem Koran nicht ableiten lässt und sich dort auch keinerlei Regeln, wie oder in welchem Ausmaß ein Kleidungsstück im Sinne einer Bekleidungsvorschrift zu tragen ist finden, wird der Hidschab in vielen Ländern gesetzlich gefordert. So stellen z.B. Saudi-Arabien und der Iran das Nichtragen unter Strafe. Frauen, die diese Kleiderregeln befolgen wollten, waren lange Zeit quasi vom Besuch einer öffentlichen Badeanstalt ausgeschlossen.
Der Burkini sollte seit einiger Zeit hier Abhilfe schaffen. Dabei ist der Begriff „Burkini“ ein Kofferwort aus Burka und Bikini. Einzelne Anbieter vertreiben Formen des Anzugs auch unter dem Begriff Veilkini (Schleier-kini). Anders als eine Burka, zeigt der Burkini aber deutlich mehr vom Körper und ermöglicht auch eine einfachere Bewegung. Auf der Seite http://www.splashgearusa.com/ finden sich einige Burkini-Fotos, zum Teil auch von Käuferinnen der Firma eingereicht. Insbesondere bei einigen Tauchfotos ist kaum ersichtlich, dass es sich überhaupt um einen Burkini handelt und nicht um einen Tauchanzug. Splashgear war so freundlich uns für diesen Bericht kostenlose Pressefotos zur Verfügung zu stellen. Allerdings fragte das Unternehmen zuvor nach, ob der Bericht das Thema auch ausgewogen behandelt. Zu groß war die Angst, auch für einen einseitig negativen Beitag noch die Bilder zu liefern.
Nicht unumstritten
Der Grund für die Sorge ist zu verstehen, denn der Burkini ist nicht überall unumstritten. 2009 bezog auch der Zentralrat der Ex-Muslime zu diesem kontrovers diskutierten Thema Stellung. Er  warnte vor einer Zulassung des „Burkini“ für muslimische Frauen in öffentlichen Bädern in Deutschland. „Wenn der Burkini in deutschen Bädern generell erlaubt wird, dann  stärkt dies nur die islamische Frauenfeindlichkeit“, sagte Zentralratsvorsitzende Mina Ahadi der „Leipziger Volkszeitung“. Ahadi  befürchtet, dass islamische Frauen sich dann bald nur noch im Ganzkörper-Badeanzug in öffentliche Schwimmbäder trauen.  „Damit haben wir dann das gleiche Problem, wie mit dem Kopftuch. Das ist das Gegenteil von Integration, wenn Frauen derart  öffentlich stigmatisiert werden,“ sagte sie gegenüber der Zeitung.
Der Zentralrat der Ex-Muslime schreibt in seiner Pressemeldung weiter:
Der Ganzkörper-Badeanzug sorgt gerade in Frankreich für einen öffentlichen Streit, nachdem ein Bademeister einer Muslima das Baden im Burkini aus hygienischen Gründen verboten  hatte. In Deutschland ist unter anderem in Berlin das  Baden im Burkini während festgelegter Frauenschwimmzeiten in den öffentlichen Bädern erlaubt. Die ursprünglich als Testphase bis Sommer angelegte Zulassung wird in Berlin nun verlängert, obwohl das Interesse der Muslime ausblieb. „Die Testphase für den Burkini ist ergebnislos beendet worden, da binnen sechs Monaten keine Dame kam, um im Burkini zu schwimmen“, teilte ein Sprecher der Berliner Bäderbetriebe mit. Dennoch werde man das Schwimmen im Burkini auch weiter tolerieren.
Das  fehlende Interesse wundert Ex-Muslima Ahadi  nicht. Die meisten islamischen Frauen würden auch weiterhin lieber im konventionellen Badeanzug Schwimmen gehen. „Leider dient aber der   Burkini einigen radikalen islamischen Organisationen als willkommenes Symbol, um ein politisches Schauspiel zu inszenieren. Diese Entmündigung von Frauen hat aber in einer aufgeklärten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nichts zu suchen“, so Ahadi weiter.
Der Zentralrat  der Ex-Muslime kritisiert zudem scharf, dass Schulen weiterhin Ausnahmen beim Schwimmunterricht für islamische Mädchen zulassen. „Es ist ein unfassbarer Skandal, dass in Deutschland islamische Eltern ihren Mädchen den regulären Schwimmunterricht verbieten und dies toleriert wird.“ Auch den Burkini als Kompromiss für eine Schwimmunterricht-Teilnahme lehnt Ahadi ab. „Wenn der Burkini zur Bedingung wird, dass Muslime ihren Mädchen den Schwimmunterricht erlauben, dann  ist der  Weg nicht weit zur nächsten Forderung nach geschlechtergetrennten Unterrichtsräumen. Das ist eine Spirale ohne Ende, die eine Geschlechterapartheid mitten in Deutschland möglich macht“, so Ahadi.
Hygiene kein Problem
Ganz so sieht man es an anderen Stellen allerdings nicht. Insbesondere die Frage der Hygiene beurteilt Joachim Heuser vom Bundesverband öffentlicher Bäder anders. In der „Augsburger Allgemeine“ vom 17. August 2009 sagt er, dies sei alles Unsinn. Badekleidung aus synthetischem Material stelle kein hygienisches Problem für die modernen Wasseraufbereitungsanlagen der Bäder dar, egal, wie lang diese sei. Das gelte sowohl für Badeshorts als auch für Burkinis.
Da Burkinis aus Lycra, also Elastan bestehen, also aus dem gleichen Material wie die meisten Badenazüge, sollte die Verschmutzung somit also auch nicht größer sein, als etwa durch die ungeliebten „Shorts“.
Urteil zum Schwimmbesuch
Im Bezug auf die Teilnahme islamischer Mädchen am Schwimmunterricht hat es inzwischen schon ein entsprechendes Urteil gegeben, dass das Tagen eines Ganzkörperschwimmanzugs als Möglichkeit sieht, trotz religiöser Regeln am Schwimmunterreicht teilzunehmen. In der Pressemeldung des Oberverwaltungsgerichts NRW vom 20. Mai 2009 heißt es dazu:
„Muslimische Mädchen im Grundschulalter haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Befreiung vom koedukativen Schwimmunterricht. Regelmäßig ist ihnen zumutbar, eine den islamischen Bekleidungsvorschriften entsprechende Schwimmkleidung zu tragen. Das hat der 19. Senat des Oberverwaltungsgerichts heute in einem Eilverfahren entschieden und damit einen gleichlautenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen bestätigt.
Die Eltern des Mädchens, das die Grundschule in Gelsenkirchen besucht, hatten beim Schulamt vergeblich die Befreiung ihrer Tochter vom Schwimmunterricht beantragt. Sie erklärten, sie befürworteten eine strenge Auslegung des Korans. Diese gebiete ihnen, Kinder schon ab dem 7. Lebensjahr vor sexuellen Versuchungen zu bewahren. Auch das Verwaltungsgericht lehnte die Befreiung ab, weil die Tochter sich durch entsprechende Schwimmbekleidung vor den Blicken anderer schützen könne. Hiergegen wandten die Eltern ein, der Schwimmanzug sauge sich mit Wasser voll und behindere ihre Tochter beim Schwimmen. Außerdem stelle er eine zusätzliche Gefahr für Leib und Leben dar.
Der Senat hat diese Einwände zurückgewiesen. Es sei inzwischen nichts Ungewöhnliches mehr, dass muslimische Frauen und Mädchen beim Schwimmen einen sog. Burkini trügen. Das gelte sowohl in islamisch geprägten Ländern als auch in Deutschland. Auch im Schwimmunterricht in der Grundschule sei den Mädchen das Tragen einer derartigen Schwimmbekleidung grundsätzlich zumutbar. Es sei geeignet, einen hier im Einzelfall auftretenden Glaubenskonflikt ohne Trennung der Geschlechter und ohne Befreiung zu bewältigen. Es sei auch nicht erkennbar, dass dies bei der Tochter der Antragsteller ausnahmsweise anders sei. Insbesondere bestehe bei ihr nicht etwa die Gefahr, wegen des Schwimmanzugs von Mitschülern gehänselt zu werden. Geschehe dies gleichwohl, sei es selbstverständlich auch im Schwimmunterricht die Pflicht der Lehrkräfte, auf diese Mitschüler mit dem Ziel pädagogisch einzuwirken, dem Mädchen verständnisvoll, tolerant und respektvoll zu begegnen.
Der Beschluss ist unanfechtbar (Az.: 19 B 1362/08).“
Dass man mit einem Ganzkörper-Schwimmanzug, sofern es sich nicht um die bekannten Schwimmanzüge für Leistungssportler handelt, schlechter bzw. langsamer schwimmt als mit einem normalen Badeanzug, ist sicherlich unstrittig. Insbesondere in der Schwimmausbildung fehlen hier aber noch statistische Aussagen, inwieweit ein Burkini daran hindert, das Schwimmen zu erlernen.
Entmündigung?
Im Raum stehen bleibt zweifellos die Frage, ob es konservative Moslems durch den Burkini nicht einfacher haben, ihre Frauen so zu „entmündigen“ bzw. in ein ungeliebtes religiöses Korsett zu drängen. Dies wird sicherlich in einigen Fällen so sein. Allerdings stellt sich auch die Frage, ob nicht viele Frauen (egal ob sie gezwungen werden Kleidung nach den Regeln des Hidschab zu tragen oder dies freiwillig machen) nur durch die neue Badebekleidung die Möglichkeit haben, an Schwimmveranstaltungen teilzunehmen.
In der Presse
Ist der Burkini also Zweck, wie es die Erfinderin des Burkini, eine in Australien lebende Libanesin, sagt, oder Zwang, wie der Zentralrat der Ex-Muslime es beschreibt?
International haben sich Zeitungen und Magazine immer wieder intensiv mit dieser Frage beschäftigt.
Für die Wochenzeitung „Die Zeit“ ist der Burkini in ihrer Ausgabe vom 19. August 2009 schlicht ein „Badeanzug aus Lycra, der nur Hände, Füße und das Gesicht frei lässt, nicht unähnlich den Bekleidungen der Wettkampfschwimmer und Surfer, nur verspielter.“ Dort versteht man  Frankreichs Diskussion um das Kleidungsstück offenbar nicht wirklich und auch der österreichische Standard nannte die „Aufregung“ der Franzosen in seiner Onlineausgabe eine „Sommerposse“.
Im Time Magazin vom September unternahm die Time Journalistin Azadeh Moaveni den Selbstversuch in Teheran unter Berücksichtigung der religiösen Regeln Joggen zu gehen, was sie dazu veranlasste doch lieber in den Bergen hiken zu gehen.
Fazit ihres Beitrages ist, dass es für religiöse muslimische Frauen nur zwei Möglichkeiten gibt, ihren Wunschsport auszuüben, ohne dabei religiöse Regeln zu verletzen. Entweder in Sportgruppen in denen nur Frauen aktiv sind, oder durch das Tragen entsprechender Bekleidung. So wäre es der Sprinterin Roqaya al-Ghasara aus dem Königreich Bharein bei den olympischen Spielen 2008 nicht möglich gewesen die 200 Meter zu laufen, hätte sie nicht einen Ganzkörperanzug getragen.
Integration nur ohne Burkini?
Eine völlige Integration, wie sie der Zentralrat der Ex- Muslime fordert, hieße zweifellos auf alle religiösen Kleidersymbole, also auch auf das Kopftuch zu verzichten. Dies wäre jedoch deutlich zu weit gegriffen, denn auch hier muss stets die Freiwilligkeit im Vordergrund stehen. Wer sich selbst, und nicht aufgrund sozialer Zwänge, dazu entscheidet entsprechende Kleidung zu tragen, dem muss dies auch freigestellt werden. Schließlich sind nicht nur religiöse Gründe der Grund, warum Frauen solche Bekleidung tragen. Sowohl Krebspatienten, die Sonnenlicht meiden müssen, als auch Menschen mit entstellenden Brandverletzungen nutzen den Burkini als Schutz. Nicht immer stehen also religiöse Zwänge hinter der Entscheidung für eine Ganzkörper Badebekleidung.
Doch genau dies herauszufinden ist das größte Problem und so wird der Burkini wie das Kopftuch noch lange ein Streitthema bleiben. Vielleicht sogar noch dann, wenn Ganzkörperanzüge zum Massenprodukt geworden sind.
Und bei aller Diskussion über die Unsinnigkeit dieser Badebekleidung darf nicht vergessen werden, dass vor 150 bzw. vor Jahren in Deutschland noch die Badebekleidung vorgeschrieben war, die den gesamten Körper bedeckte. Damals hat sich keiner darüber aufgeregt und zweifelsfrei war das Schwimmen mit diesen Kleidungsstücken deutlich schwieriger, als mit heutigen Burkinis.
Titelbild des Magazins Bäder-Sport-Gesundheit mit freundlicher Genehmigung der Firma Splashgear www.splashgearusa.com

Mittwoch, 26. August 2015

Neues Buch: Public Relations für Bäderbetriebe

Nicht nur während der Ausbildung in der Berufsschule oder als Vorbereitung für eine Prüfung, sondern gerade in der täglichen Arbeit, wird von Fachangestellten des Badewesens immer mehr »Medienkompetenz« erwartet. Die Basis für einen optimalen Umgang mit der Presse setzt voraus, dass man sich in einer sich schnell verändernden Medienlandschaft orientieren kann, um sie optimal für sich zu nutzen. Nur wer die Regeln kennt, nach denen dieses Geschäft funktioniert, kann letztlich erfolgreich Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Die Kenntnis und die Bedeutungen solcher Begriffe wie PR, Marketing, Corporate Design und Corporate Identity sind nicht nur für Prüfungen essenziell. Man benötigt ein solches Wissen auch in der täglichen Arbeit. 
Autor: Heiko Reckert 
Format: 17 x 24 cm Cover: Gebundenes Softcover Inhalt: s/w (ebook in Farbe) 
Seiten: 244 Seiten 
Ersterscheinung: 03.08.2015 
Aktuelle Auflage: 1. Neuauflage 2015 
ISBN print: 9783946128090 
ISBN ebook 9783941612106 

Zu beziehen über: http://badeliteratur.de/Fachbuch/Reihe-Baedermanagement/Public-Relations-fuer-Baederbetriebe--876.html 
oder über den Buchhandel bzw. Online-Shops auch in den Formaten PDF, ePub und Kindle.

Donnerstag, 11. September 2014

DLRG-Sommerbilanz: 306 Menschen ertrunken

Bad Nenndorf (ots) - Von Januar bis Mitte August 2014 sind in deutschen Gewässern 306 Menschen ertrunken. Im Juli dieses Jahres kamen allein 95 Männer, Frauen und Kinder ums Leben. Diese Zahlen gab die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bad Nenndorf bekannt.
Nach DLRG-Angaben habe die Hitzewelle im Juli dazu beigetragen, dass in diesem Zeitraum so viele Menschen ertranken. "Leichtsinniges Verhalten, Unkenntnis über die lokalen Gefahren, Selbstüberschätzung und das Missachten von Warnhinweisen wie der roten Badeverbotsflagge sind wesentliche Ursachen der tödlichen Unfälle gewesen", zieht DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje eine erste Sicherheitsbilanz. "Als Folge dieses Verhaltens mussten unsere Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer zum Teil unter Einsatz ihres eigenen Lebens sehr viele Menschen vor dem Ertrinken retten. Allein an den Küsten haben sie über 50 Leben bewahrt", so Hatje weiter. Insgesamt gingen aber im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum die tödlichen Wasserunfälle um 55 oder 15,2% zurück.
236 Menschen kamen in Binnengewässern ums Leben. Mit 77% aller Todesfälle durch Ertrinken sind Flüsse (112), Seen (109) und Kanäle (15) weiterhin die gefährlichsten Gewässertypen. "Die meisten Uferzonen sind nicht bewacht, deshalb ist das Risiko dort zu ertrinken, besonders hoch", warnt der DLRG-Präsident vor zu viel Leichtsinn. 28 Männer, Frauen und Kinder kamen in Nord- und Ostsee ums Leben. Das sind bereits jetzt zwei Opfer mehr als im gesamten Vorjahr. Als eine Ursache nennt die DLRG außergewöhnlich starke Winde über mehrere Wochen aus östlicher Richtung, die zu gefährlichen Unterströmungen in der Ostsee führten. In Schwimmbädern ertranken 14 Menschen, jeweils fünf kamen in Gartenteichen und privaten Swimmingpools, in Gräben und Hafenbecken um. 13 weitere Personen ertranken an anderen Orten, wie Wasserkraftanlagen, Regenrückhaltebecken, Springbrunnen, Abwasserschacht oder in der Jauchegrube.
52,7% der Opfer waren 50 Jahre und älter. Damit setzt sich der Trend fort, dass vor allem ältere Menschen gefährdet sind. Allein 65 Männer und Frauen im Alter zwischen 66 und 80 Jahren ertranken in Binnen- und Küstengewässern zwischen Januar und Mitte August. Die Zahl der Opfer im Kindesalter sank hingegen auf 19, nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres 32 Kinder zwischen Null und 15 Jahren vor allem in Gartenteichen und privaten Swimmingpools, in Schwimmbädern oder Gewässern in der Nähe der elterlichen Wohnung ums Leben kamen. "Unsere vorbeugenden Maßnahmen zur Wassersicherheit für Kinder wie das DLRG-NIVEA-Kindergarten-Projekt und die Strandfesttourneen haben eine positive Wirkung", sieht Hans-Hubert Hatje in der frühkindlichen Aufklärung einen wichtigen Ansatzpunkt zur Vorbeugung gegen Wasserunfälle.
Keine neuen Erkenntnisse gibt es im Geschlechterverhältnis: Von den 306 Todesopfern waren 80% männlich und 20% weiblich. Am meisten gefährdet sind Männer über 50 Jahre.
60 Personen ertranken 2014 in bayerischen Flüssen und Seen, gefolgt von Baden-Württemberg (40) und Nordrhein-Westfalen mit 39 Opfern. 33 Todesfälle gab es in Niedersachsen, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mit jeweils 23 Ertrunkenen. Das sicherste Bundesland ist wieder das Saarland. Dort starben zwei Menschen, drei Personen kamen in Bremen und Thüringen um und vier in Hamburg. In ostdeutschen Gewässern haben 70 Männer, Frauen und Kinder ihr Leben verloren, in Westdeutschland waren es 236. Im West-Ost-Vergleich gibt es deutliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Opfer in den östlichen Bundesländern sank von 28 auf 22,9%.

Mittwoch, 16. Juli 2014

DLRG rettet 16 Menschen vor dem Ertrinken

Bad Nenndorf (ots) - Innerhalb von sechs Tagen haben Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) 16 Menschen in der Ostsee das Leben gerettet. Dienstagmittag rettete eine Bootsbesatzung der DLRG-Station Juliusruh auf Rügen ein Paar, das mit seinem Paddelboot bei stark ablandigem Wind (W 5) zwei Kilometer weit hinausgetrieben worden war. Der Mann hatte auf hoher See das Paddel verloren und versucht, es schwimmend zu erreichen, was aber misslang. Matthias Ulrich und ein weiterer Rettungsschwimmer der DLRG erreichten zunächst das Paddelboot mit der Frau und endeckten etwas später den erschöpften Mann, der zu ertrinken drohte. Sie nahmen beide an Bord und brachten sie sicher an Land. Anschließend übergab die Bootsbesatzung den Mann zur weiteren Versorgung an die Feuerwehr. In den meisten anderen Fällen war auflandiger Wind mit hohen, kurzen Wellen und einer starken ablandigen Unterströmung die Ursache für die lebensgefährliche Situation der Schwimmer. Am 14. Juli retteten Athleten der DLRG-Nationalmannschaft vor Warnemünde gegen 20 Uhr einen Vater mit seinen beiden Söhnen vor dem Ertrinken. Die Retter trainierten mit dem Rettungsbrett für den am Wochenende stattfindenden internationalen DLRG-Cup, als sie die drei in Seenot geratenen entdeckten. Mit ihren Boards brachten sie alle sicher zurück an Land.
Am Mittwoch, dem 9. Juli bewahrten zwei Mitglieder der DLRG-Wache Kellenhusen zunächst einen 20-Jährigen Mann und eine Stunde später einen zehn Jahre alten Jungen vor dem Ertrinken. Zwei Tage später fiel am gleichen Strandabschnitt ein siebenjähriges Mädchen von einer Buhne ins Wasser. Unter Einsatz des eigenen Lebens gelang es den Rettungsschwimmern gegen eine starke Querströmung das Mädchen schwimmend zu erreichen und an Land zu bringen. Alle beteiligten Personen wurden bei der Rettung verletzt.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Unterricht für die Helden von morgen 395. Schulausschuss der Kultusministerkonferenz empfiehlt Reanimation als Pflichtthema im Unterricht für Schüler ab der 7. Klasse

Nürnberg (ots) - Bereits ab dem kommenden Schuljahr können Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen bundesweit in Methoden der Wiederbelebung unterrichtet werden. Dieser Beschluss der Kultusministerkonferenz geht auf eine Initiative der Anästhesisten-Verbände in Deutschland zurück. "Wir sind glücklich, dass wir die Kultusminister mit unseren Vorschlägen überzeugen konnten", so Prof. Dr. Hugo Van Aken, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. "Zwei Stunden Reanimation pro Schuljahr reichen aus, um die zukünftige Wiederbelebungsrate in Deutschland deutlich zu erhöhen", sagt Prof. Dr. Götz Geldner, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e.V. Mit der aktuellen Zahl der Reanimationen durch Laien liegt Deutschland im europaweiten Ranking weit hinten.
Seit 2012 fördern Anästhesisten in Deutschland, gestützt vom Bundesministerium für Gesundheit, mit Ihrer Kampagne "Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation" die Steigerung der Reanimationsrate durch Laien. Mehr Informationen bietet die Seite www.einlebenretten.de. Dort findet sich auch der Dreiklang der Reanimation: "Prüfen. Rufen. Drücken!" Das bedeutet: Prüfen, ob die Person noch atmet. Unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft - wirklich kinderleicht zu merken.

Hand in Hand für benachteiligte Kinder: Die Berliner Bäder-Betriebe, die Deutsche Kinderhilfe und NORDSEE fördern lebensrettende Schwimmtrainings

Foto: Deutsche Kinderhilfe e.V.
von links nach rechts: Ole Bested-Hensing (Vorstand Berliner Bäder-Betriebe), Stephanie Busch (Personalleiterin NORDSEE GmbH), Rainer Becker (Vorstandsvorsitzender Deutsche Kinderhilfe e.V.)

   
Berlin (ots) - In einer Kooperation mit NORDSEE und der Deutschen Kinderhilfe haben die Berliner Bäder-Betriebe die Initiative "Schwimmen für ALLE" ins Leben gerufen. Am 1. Juli 2014 wurde das Projekt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Ziel ist es, sozial und finanziell benachteiligten Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren das Schwimmen zu vermitteln. Kinder aus allen Bezirken Berlins werden so mit einer wichtigen Fähigkeit für das ganze Leben ausgestattet.
Immer weniger Kinder erlernen das Schwimmen, obwohl Schwimmen obligatorischer Teil des Unterrichts ist - in Berlin im 3. Schuljahr. Um die Angebote an Schwimmkursen außerhalb der Schule wahrzunehmen, fehlt vielen Eltern mitunter das Geld. Hier setzt die Aktion "Schwimmen für ALLE" an. Sie baut ein seit 2005 bestehendes Patenschaftsprogramm der Berliner Bäder-Betriebe aus und ermöglicht über 400 an der Armutsgrenze lebenden Kindern, diesen Sommer ihr Schwimmabzeichen zu machen. Ihre Plätze in den im Juli und August 2014 stattfindenden Ferienkursen werden von als Schwimmpaten auftretenden Sponsoren finanziert. Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst vermittelt bedürftige Kinder direkt an passende Schwimmkurse.
Eine gezielte und rechtzeitige Schwimmförderung ist dringend notwendig. Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 50 Kinder durch Ertrinkungsunfälle. Er-trinken ist somit die zweithäufigste Ursache für tödliche Kinderunfälle. Ein Kind, das schwimmen kann, bewegt sich nicht nur sicher und selbstbewusst im Wasser fort, sondern kann auch Gefahrensituationen schneller erkennen und besser bewältigen. Die Intensivschwimmkurse der Initiative "Schwimmen für ALLE" umfassen 15 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten und werden von ausgebildeten Fachkräften mit erweitertem Führungszeugnis geleitet.
Um Kinder frühzeitig zu guten Schwimmern zu machen, arbeiten die Berliner Bäder-Betriebe eng mit der Deutschen Kinderhilfe und NORDSEE zusammen. "Jedes Kind sollte qualifizierten Schwimmunterricht erhalten", sagt Ole Bested Hensing, Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäder-Betriebe. "Nur so kann die Badesicherheit gewährleistet werden." Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe, ergänzt: "Kinder können bereits ab vier bis fünf Jahren schwimmen lernen. Je früher sie einen Schwimmkurs besuchen, desto besser." Und warum engagiert sich das Unternehmen NORDSEE? "Die harmonische Verbindung von Mensch und Wasser ist seit jeher einer der Eckpfeiler unserer Firmenphilosophie", erklärt Hiltrud Seggewiß, Vorsitzende der Geschäftsführung von NORDSEE. "Darum liegt es uns sehr am Herzen, dass alle Kinder die Faszination des Elements Wasser sicher erleben können." Sowohl NORDSEE als auch die Deutsche Kinderhilfe fördern nicht nur die Durchführung des Projekts, sondern übernehmen auch Schwimmpatenschaften für mehrere Hundert Kinder.

Montag, 23. Juni 2014

Mehr Respekt vor der Sonne? - Umfrage: Mehrheit hält Dauerbräunen am Strand zwar für ungesund, eine gebräunte Haut ist aber nach wie vor für jeden Zweiten ein Schönheitsideal

Baierbrunn (ots) - Die Zeiten ungesunder Daueraufenthalte auf dem Teutonengrill zu Bräunungszwecken sind zwar vorbei, doch Sonnenbaden und braun werden wollen viele Menschen nach wie vor. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau". Demnach hält es mittlerweile das Gros (83,7 Prozent) der Bundesbürger für ungesund, sich den ganzen Tag am Strand der prallen Sonne auszusetzen. Einem ausgiebigeren Sonnenbad scheinen jedoch viele nicht abgeneigt, wenn auch nur mit Schutz. Denn sechs von Zehn (63,6 Prozent) der Befragten erklären, beim Sonnen regelmäßig mit entsprechenden Präparaten nachzucremen, um auch über einen "längeren Zeitraum" geschützt zu sein. Braunsein ist der Erhebung zufolge aber immer noch ein Ideal. Jeder Zweite (49,8 Prozent) der Befragten erklärt, dass für ihn eine gebräunte Haut ein Zeichen von Schönheit und Fitness ist. Drei von Zehn (31,6 Prozent) haben sich bisher sogar "noch keine Gedanken" über mögliche Hautschädigungen durch intensive Sonnenstrahlung gemacht. Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau", durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.126 Frauen und Männern ab 14 Jahren.

Freitag, 20. Juni 2014

Der Trend geht zu mehr Bewegung... stimmt das auch für Bäderbetriebe?

Die nachfolgende Pressemeldung einer EMNID-Umfrage wird für die meisten von uns wohl weniger parktische Bedeutung haben, denn als Fachangestellter oder Meister bewegt man sich doch relativ viel. Oder habt ihr inzwischen einen Bürojob? Beckenrand oder Betriebsorganisation? Wo ist euer Einsatzgebiet? Und wer geht eigentlich noch täglich nach der Arbeit eine Stunde ins Wasser und sorgt für die Fitness? Ich bin auf eure Rückmeldungen gespannt.

EMNID-Umfrage zeigt Trend zu mehr Bewegung im Büro
   
Bad Münder (ots) - Ein typischer Büroalltag: Mit dem Auto geht es zur Arbeit, von dort in den Aufzug und dann ins Büro. Am Platz ist alles in Griffnähe angeordnet und Bewegungen begrenzen sich auf die Bedienung von Computer und Telefon. Selbst die Besprechungen und das Mittagessen werden "ausgesessen". Das Kölner Zentrum für Gesundheit hat ermittelt, dass sich die körperlichen Aktivitäten von Männern heute im Durchschnitt auf gerade mal 25 Minuten pro Tag reduzieren. Dieser Bewegungsmangel macht immer mehr Menschen immer häufiger krank. Dabei hat eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Büromöbelherstellers Wilkhahn jetzt ergeben: Fast die Hälfte der Menschen wollen sich am Arbeitsplatz wieder mehr bewegen - man muss ihnen nur die Chance geben.

Arbeitgeber und Krankenkassen reagieren auf den Bewegungsmangel häufig mit Sportprogrammen, Rückenschulen und Zuschüssen für Fitnesskurse. Weil sich länger andauernder Bewegungsmangel aber selbst durch regelmäßigen Freizeitsport nicht ausgleichen lässt, erscheint es naheliegender, wieder mehr Bewegung in die Büros selbst zurück zu bringen. Dass dafür auch aus Sicht der Mitarbeiter Bedarf besteht, zeigen die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage von TNS Emnid: Demnach halten fast 50 Prozent der Befragten die Bewegungsmöglichkeiten im Büro für nicht ausreichend. Bei den unter 29-jährigen wünschen sich sogar 59 Prozent mehr körperliche Aktivität. Angesichts des vorherrschenden Bewegungsmangels ein ermutigender Wert, denn gerade bei den Jungen besteht die Chance, rechtzeitig den langfristigen Folgen des Bewegungsmangels vorzubeugen. Was also tun?
Dem Sitzen das Laufen beibringen

Gerade beim Sitzen am Schreibtisch ist mehr körperliche Aktivität gefordert. Mit der so genannten Trimension® hat der Büromöbelhersteller Wilkhahn deshalb ein Sitzkonzept entwickelt, das Knie- und Hüftgelenke zu natürlichen Bewegungen animiert. Dabei geht es nicht nur um Vorwärts-, Rückwärts- und Seitwärtsbewegungen, sondern - ähnlich wie beim Laufen - um deren Kombination als Rotation. Und die hat es in sich, denn die Beweglichkeit der Hüfte ist wiederum entscheidend für die Stimulation des Stoffwechsels. So wird schon bei kleinen Haltungswechseln der gesamte Körper aktiviert. Die gesundheitsfördernde Wirkung dieser erstmalig im Bürostuhl ON eingesetzten Mechanik wurde in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Wesentlicher Bestandteil der Konzeption war außerdem, die neuartige Beweglichkeit in ein hochwertiges Bürostuhldesign zu integrieren. Dadurch werden Wertschätzung und Akzeptanz sichergestellt.
Neue Bürokonzepte für ein Plus an Bewegung
Unternehmen können zusätzlich bei der Gebäudeplanung und durch intelligente Möblierung vorhandener Arbeitsräume für mehr Bewegungsmöglichkeiten sorgen. In modernen Büros stehen nicht mehr Aufzüge und schmale Flure, sondern attraktive Wegeführungen, Plätze, Treppen und Brücken im Mittelpunkt. Konzepte wie der "Activity Based Workspace" sorgen durch unterschiedliche Arbeitsumgebungen für die verschiedenen Bürotätigkeiten für häufige Raumwechsel und dadurch für ein Plus an Bewegung. Aber auch die Einrichtungsszenarien können Dynamik fördern. Sei es durch das Projektgespräch im Stehen oder durch den Workshop, bei denen die Teilnehmer ihre Möbel nach Bedarf selbst zusammenzustellen. Selbst kleine Veränderungen können hier viel bewirken.
Selbst aktiv werden: die fünf besten Tipps

Ob bewegungsfördernde Arbeitsumgebung oder aktivierender Bürostuhl: Oftmals müssen Büroarbeiter mit den Bedingungen zurechtkommen, die ihnen ihr Arbeitgeber bietet. Deshalb ist es wichtig, auch selbst aktiv zu werden. Hier die fünf besten Tipps dazu:
1. Nicht der kürzeste Weg im Gebäude ist der beste, sondern der längste. Das verschafft Ihnen Bewegung und nebenbei stärkt es sozialen Zusammenhalt und Wissensaustausch, wenn auf dem Weg auch in anderen Abteilungen vorbeigeschaut wird.
2. Ordnen Sie Ihre Arbeitsmittel so an, dass Sie ab und zu aufstehen müssen: das Telefon nicht auf dem Tisch, sondern auf dem Sideboard; der Papierkorb nicht unter dem Tisch, sondern entfernt in der Raumecke.
3. Verwandeln Sie Sitzungen in "Stehungen". Das führt nebenbei auch zu deutlich intensiverer Beteiligung, kürzeren Meetingzeiten und höherer Effizienz.
4. Nehmen Sie die Treppe und nicht den Aufzug. Treppensteigen fordert und bringt Muskulatur und Kreislauf in Schwung.
5. Wenn Sie bereits einen Bürostuhl für dynamisches Sitzen haben, stellen Sie die Rückenlehne niemals fest. Justieren Sie den Gegendruck wenn möglich so, dass kleine Gewichtsverlagerungen ausreichen, um sich zu bewegen und die Haltung zu wechseln.

Die Umfrage durch TNS Emnid
Befragt wurden im März 2014 insgesamt 1.090 Personen, die "überwiegend am Schreibtisch arbeiten". Davon stimmten 48 Prozent der Aussage zu "Es gibt zu wenig Bewegungsmöglichkeiten im Büro". Nur 50 Prozent der Befragten zeigten sich mit den Bewegungsmöglichkeiten im Büro zufrieden, der Rest machte keine Angabe.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Gutschein Marketing fördert angeblich die Neukundengewinnung

Okay, ich gebe zu, dass man von einer Firma, die eine Seite mit Gutscheincodes betreibt, sicherlich kein anderes Unterswuchungsergebnis als das, dass Gutscheine eine tollte Sache sind, erwarten darf, aber vielleicht wäre das ja auch mal eine Idee für Marketing im Bäderbetrieb. Doch seht selbst:

Studie: Gutschein-Marketing fördert Neukundengewinnung und steigert den Absatz

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Berlin (ots) -
   - Fast 40 Prozent der Konsumenten nutzen bereits    
     Gutscheincode-Websites - über die Hälfte kann es sich zukünftig 
     vorstellen 
   - Jeder Zweite würde aufgrund des passenden Gutscheins bei einem  
     neuen Shop einkaufen - jeder Siebte würde den Einkauf abbrechen,
     wenn er keinen passenden Gutschein findet 
   - Absatzsteigerung: Jeder Fünfte gibt durch die Verwendung von    
     Online-Gutscheinen mehr aus als geplant 
   - Zunahme an Käufen über Gutscheincode-Websites - Modebranche
     triumphiert, absolute Preisnachlässe als attraktivste 
     Sparvariante   
Gutscheine fördern die Neukundengewinnung und steigern den Absatz - das ergab die deals.com Gutscheinstudie 2014. Die jährliche Untersuchung fand bereits zum dritten Mal in Folge statt und wurde von deals.com, dem Portal für kostenlose Gutscheine und Rabatte, in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos durchgeführt. Demnach haben vier von zehn deutschen Verbrauchern Gutscheincode-Websites schon einmal genutzt, bei 29 Prozent kamen sie innerhalb des letzten Jahres bereits mehr als fünf Mal zum Einsatz. Auch künftig steckt in diesem Marktsegment hohes Potenzial: 55 Prozent der Befragten können sich vorstellen, in Zukunft solche Seiten zu nutzen.
Potenziale von Gutscheinen: Neukundengewinnung, Absatzsteigerung und höhere Conversion-Rate
Jeder zweite Verbraucher nimmt einen passenden Gutschein als Anreiz, um bei einem neuen Shop oder einer neuen Marke einzukaufen (47 Prozent). Jeder Siebte würde seinen Einkauf sogar abbrechen, wenn er keinen passenden Gutschein findet (15 Prozent). Neben der Neukundengewinnung und der Steigerung der Conversion-Rate haben Gutscheine noch einen weiteren Vorteil: Sie fördern den Absatz. So gaben 46 Prozent an, aufgrund eines Gutscheins schon einmal mehr gekauft zu haben als geplant, um den Mindestbestellwert zu erreichen. Ein Fünftel kauft durch die Verwendung von Online-Gutscheinen sogar regelmäßig mehr ein als beabsichtigt.
Für mehr als ein Drittel sind Gutscheine ausschlaggebend für Kaufentscheidung
82 Prozent der deutschen Verbraucher suchen online vor oder während des Kaufprozesses nach Gutscheinen und Angeboten - mehr als ein Drittel sogar noch bevor sie wissen, was genau sie kaufen möchten (36 Prozent). Knapp die Hälfte sucht nach Rabatten und Gutscheinen, nachdem sie sich bereits für ein Produkt entschieden hat, um so den besten Anbieter bzw. Shop zu finden (46 Prozent). Nur ein Fünftel entscheidet sich ohne diesen bewussten Vorab-Check nach Vorteilsangeboten aktiv für ein Produkt oder einen Anbieter und sucht erst an der Kasse nach möglichen Reduzierungsmöglichkeiten, um so den Preis noch zu drücken (18 Prozent).
Höchste Nutzungssteigerung bei Modeartikeln - absolute Preisnachlässe bester Kaufanreiz
Insgesamt kam es innerhalb des letzten Jahres zu einer Steigerung von 41 Prozent bei Käufen über Gutscheincode-Websites. Besonders die Modebranche profitiert vom Einsatz der Gutscheine: So stieg die Nutzung im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent (47 Prozent 2014 gegenüber 30 Prozent in 2013 bei Mode und Bekleidung; 33 Prozent 2014 gegenüber 21 Prozent in 2013 bei Schuhen und Mode-Accessoires). Aber auch die Elektronik-Branche schaut dem restlichen Jahr 2014 mit einer Steigerung von 41 Prozent positiv entgegen.
Auch anteilig hat die Bekleidungsindustrie die Nase vorn: 47 Prozent der Konsumenten nutzten innerhalb des letzten Jahres Gutscheine für Mode und Bekleidung, gefolgt von CDs, DVDs und Bücher (37 Prozent) sowie Schuhen und Accessoires (33 Prozent). Absolute Preisnachlässe sind dabei die mit Abstand attraktivste Sparvariante für den Verbraucher - gefolgt von prozentualen Preisnachlässen und der Möglichkeit des kostenlosen Versands.
Die beliebtesten Angebotsarten auf Gutscheincode-Websites:
1. Preisnachlass in Euro / reduzierter Angebotspreis     41% 
2. Preisnachlass in Prozent                              25% 
3. Kostenloser Versand                                   20%
4. Mengenrabatt                                           4% 
5. Geschenk / Give-away                                   3% 
6. Neukundenvorteil                                       3% 
7. Sonstiges                                              1% 
8. Weiß nicht / Finde keine Online-Sparvariante attraktiv 4%    
Zur Studie:
Die repräsentative Studie wurde von deals.com in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos im April 2014 realisiert. An der Online-Befragung nahmen 1.002 deutschsprachige Internetnutzer im Alter von 18 bis 64 Jahren teil.

Dienstag, 3. Juni 2014

Notfall am Arbeitsplatz: Notfallnummern müssen im Betrieb bekannt sein TÜV Rheinland: Unfallschutz ist Aufgabe des Arbeitgebers Richtig reagieren bei Notfall Notruf und Erste Hilfe sind Pflicht

Köln (ots) - Jeder hofft, dass er nie mit einem Notfall am Arbeitsplatz konfrontiert wird. Doch wenn es wirklich einmal zu einem Unglück kommt zählt jede Minute - gleich ob Brand, Unfall oder Herzinfarkt. Daher müssen alle Mitarbeiter wissen, was zu tun ist. Pflicht des Arbeitgebers ist es, das Gefährdungspotenzial im Unternehmen in einer Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln und für die Sicherheit der Mitarbeiter zu sorgen. Werner Lüth, Fachgebietsleiter Arbeitssicherheit bei TÜV Rheinland: "Unternehmen verändern sich kontinuierlich. Ist die Gefährdungsbeurteilung älter als zwei Jahre, sollte sie aktualisiert und die Maßnahmen zur Notfallorganisation überprüft werden. Seit 2013 sind beispielsweise in Unternehmen neben Ersthelfern auch Brandschutzhelfer vorgeschrieben." Ersthelfer müssen schon in kleinen Unternehmen ab zwei Mitarbeitern benannt und ausgebildet werden. In einer zweitägigen Schulung lernen sie alles Wichtige von Maßnahmen bei Knochenbrüchen und Verbrennungen über die Versorgung von Wunden mit bedrohlichen Blutungen bis hin zur Wiederbelebung. Dieses Wissen müssen sie alle zwei Jahre in eintägigen Trainings auffrischen.
Jeder kann Erste Hilfe leisten
Im Ernstfall beschreibt die sogenannte Rettungskette, wie die Hilfsmaßnahmen im Unternehmen organisiert sind. Der Ablauf und die Kontaktdaten von internen und externen Helfen müssen allen Mitarbeitern mitgeteilt werden. Möglich ist dies über das interne Telefonbuch mit allen Notfallrufnummern oder über Aushänge, beispielsweise am schwarzen Brett und in Aufenthaltsräumen. Vordrucke, auf denen individuelle Angaben wie die Namen und Rufnummern der Ersthelfer und des Betriebsarztes ergänzt werden können, halten zum Beispiel die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bereit.
Kommt es zu einem Notfall, ist jeder verpflichtet, Hilfe zu leisten. Kenntnisse über Erste Hilfe haben viele unter anderem im Rahmen der Führerscheinausbildung erworben. Dabei muss niemand Angst vor Fehlern haben: Nichts zu tun ist für den Verletzten gefährlicher als eine Hilfe, die nicht ganz korrekt ausgeführt wird. Handelt der Helfer nach bestem Wissen und kann er nicht erkennen, dass eine Hilfsmaßnahme zu einer Verschlimmerung führt, muss er nicht mit haftungsrechtlichen Folgen rechnen Im Gegenteil: Unterlässt er Hilfe, kann er belangt werden.
Selbstschutz hat Vorrang
Vor der Hilfeleistung stehen vorbereitende Maßnahmen: Verunglückte müssen vor einer akuten weiteren Gefahr wie Absturz oder Feuer geschützt werden. Allerdings hat hier der Selbstschutz des Helfers Vorrang. Im nächsten Schritt gilt es, den Unfall zu melden - bei leichteren Verletzungen an den Ersthelfer im Unternehmen, bei größeren Verletzungen oder in lebensbedrohlichen Fällen wie einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder starken Blutungen über die Notrufnummer 112.
Wichtig ist es, beim Notruf alle Fragen der Leitstelle zu beantworten und den Anruf erst zu beenden, wenn die Mitarbeiter dort keine weiteren Fragen mehr haben. Hilfreich ist es auch, eine Rückrufnummer zu nennen. Im Anschluss gilt es, bis zum Eintreffen der Helfer, Erste Hilfe zu leisten und den Betroffenen gegebenenfalls zu beruhigen. Die Rettungskräfte übernehmen die Versorgung sowie den Transprt des Verunglückten ins Krankenhaus.

Montag, 2. Juni 2014

NDR untersuchte Mineralwasser und Bier... mit erschreckenden Ergebnissen

Auf zur Arbeit. Schnell noch eine Flasche Wasser einstecken, denn der Tag kann lang werden und es ist wichtig, ausreichend zu trinken. Wenn, ja wenn uns da nicht heute folgende Meldung aufgeschreckt hätte. Vergiften wir uns vielleicht langsam, ohne es zu merken? Doch lest selbst, was der NDR heraus gefunden hat.

Untersuchung des NDR: Mikroplastik in Mineralwasser und Bier gefunden

Hamburg (ots) - Mineralwässer und Biere sind teilweise mit mikroskopisch kleinen Fasern aus Plastik verunreinigt. Dies haben Recherchen des NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazins "Markt" ergeben. Es besteht der Verdacht, dass diese Fasern von Textilien aus sogenanntem Fleece-Material stammen können. Die Plastikfasern können beim Waschen über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Dort verteilen sie sich und können vermutlich im Zusammenhang mit der Produktion in die Getränke gelangen. Bei den analysierten Mineralwässern und Bieren handelt es sich um die in Deutschland meistverkauften Marken. Alle enthielten Mikroplastik.
Die Untersuchung im Auftrag der "Markt"-Redaktion wurde durchgeführt von Prof. Gerd Liebezeit, früher Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, heute Firma MarChemConsult. Entdeckt wurden die Plastikfasern in Mineralwässern großer Discounter sowie in den Sorten Pilsener und Weißbier namhafter Brauereien. Jeweils umgerechnet auf einen Liter betragen die in der Untersuchung festgestellten Spitzenwerte bei einem Mineralwasser 7,3 Fasern, bei einem Bier 78,8 Plastikfasern. Grenzwerte wurden bislang nicht festgelegt. Wissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass möglichst wenig enthalten sein sollte.
Verunreinigungen mit Mikroplastik sind ein generelles Umweltproblem. "Wir haben das synthetische Material weiträumig festgestellt, nicht nur in Lebensmitteln, sondern auch in der Luft", so Prof. Gerd Liebezeit.
"Mikroplastik stellt auch für uns Menschen früher oder später eine Gefahr dar", so Prof. Stephan Pflugmacher Lima, Ökotoxikologe vom Institut für Ökologie der Technischen Universität Berlin. Seine Experimente mit Muscheln haben gezeigt, dass solche Mikroplastik-Fasern sich im Gewebe anreichern. In hohen Konzentrationen könne dies sogar zum Tod der Tiere führen.
Sowohl das Bundesumweltministerium als auch das Bundesministerium für Ernährung erklärten auf "Markt"-Anfrage, für die Problematik nicht zuständig zu sein - und verwiesen jeweils auf das andere Ressort.
Der Deutsche Brauer-Bund verweist auf eigene Untersuchungen, die nachweisen würden, dass sich kein Mikroplastik im Bier und in dem zum Brauen verwendeten Wasser finden lasse. Die Mineralwasser-Hersteller äußerten sich ähnlich. Ihre genauen Untersuchungsmethoden legten sie gegenüber dem NDR nicht offen.
Mehr zum Thema in der Sendung "Markt" am Montag, 2. Juni, um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen und auf www.ndr.de/markt.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Zwei Liter pro Tag sind zu wenig Mehrheit der Bundesbürger schätzt Flüssigkeitsbedarf zu niedrig ein

(ots) - Wer zu wenig Flüssigkeit aufnimmt, kann auf Dauer seine Gesundheit gefährden. Aber wie viel sollte man jeden Tag zu sich nehmen? Diese Frage stellte TNS Emnid im Auftrag der BWT (Best Water Technology) über 500 Bundesbürgern. 58 Prozent waren der Ansicht, dass maximal zwei Liter ausreichend seien. "Tatsächlich liegt der tägliche Bedarf bei mindestens 2,5 Litern", erklärt Food-Experte Reinhard-Karl Üblacker. Bei sommerlicher Wärme könnten es sogar ein bis zwei Liter täglich mehr sein. Einen großen Anteil der Flüssigkeit nehme man bei ausgewogener Ernährung in fester Form zu sich - nämlich über Obst, Gemüse, Fisch oder Fleisch. Diese Nahrungsmittel enthielten bereits viel Wasser. Den Rest, etwa 1,5 Liter, müsse man ergänzen.
Wasser ohne Kohlensäure als optimaler Durstlöscher
Als optimalen Durstlöscher betrachten 87 Prozent der Befragten Wasser ohne Kohlensäure, 74 Prozent nannten Mineralwasser mit Kohlensäure und 71 Prozent Tee. Wasser ohne Kohlensäure wirkt nach Ansicht von 71 Prozent zudem verdauungsanregend und ist deshalb ein guter Begleiter zum Essen. "Gut geeignete Durstlöscher sind in der Tat Trinkwasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees in guter Qualität", sagt Reinhard-Karl Üblacker. Mineral- und Trinkwasser böten zudem die Möglichkeit, die Calcium- und Magnesiumversorgung zu verbessern.
Leitungswasser mit Magnesium mineralisieren
Die günstigste und einfachste Lösung zur Flüssigkeitsversorgung ist Leitungswasser. Kommt es aus der öffentlichen Wasserversorgung, ist es normalerweise einwandfrei, denn Trinkwasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Food-Experte Üblacker hat eine ganze Reihe von Trinkrezepten mit Leitungswasser kreiert, die für Genuss und Erfrischung zugleich sorgen. Diese findet man unter www.bwt-filter.com. Besonders schmackhaft werden die kalorienarmen Getränke, wenn dafür mit Magnesium mineralisiertes Wasser aus dem BWT Gourmet-Tischwasserfilter verwendet wird. Das Herzstück ist die Gourmet-Filterkartusche, die durch ihre patentierte Magnesium-Technologie das Wasser filtert und dabei mit wertvollem Magnesium mineralisiert.
Unerwünschte Kalorien
"Auch mit Kaffee kann man nach neuesten Erkenntnissen seinen Flüssigkeitsbedarf decken", erläutert Food-Experte Reinhard-Karl Üblacker. Das gelte aber nur für Kaffee schwarz. Nicht als Getränke zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs geeignet seien dagegen Fruchtsäfte, Gemüsesäfte, Alkohol und sämtliche zuckerhaltigen Getränke. "Alles, was größere Mengen Zucker oder andere Nährstoffe enthält - wie Milch, purer Saft, Limonade oder Alkohol - löscht nicht den Durst und liefert unerwünschte Kalorien, daher zählen sie nicht zum Flüssigkeitskonsum dazu", betont Üblacker.

Montag, 19. Mai 2014

Wo die Zecke saugt An welchen Stellen Sie nach einem Aufenthalt in der Natur nach den Blutsaugern suchen sollten

Und noch eine Meldung über nervige Insekten. Dieses mal wird die Frage beantwortet, wo sich Zecken am liebsten verstecken: 

Baierbrunn (ots) - Eine Borrelien-Infektion kann man vermeiden, wenn man Zecken in den ersten 12 bis 24 Stunden auf dem Körper ausfindig macht und entfernt. Deshalb ist es ratsam, nach einem Aufenthalt in der Natur einen kurzen Körpercheck vorzunehmen. Theoretisch können Zecken sich für ihre Blutmahlzeit überall festbeißen. Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" nennt in seiner jüngsten Ausgabe die Körperregionen, die bevorzugt befallen werden: Es ist vor allem die Körpervorderseite mit Brust, Bauch und Schritt. Hals und Schulter sollte man ebenfalls genau anschauen. An der Körperrückseite sind vor allem die Kniekehlen und der Nacken gefährdet.

Freitag, 16. Mai 2014

Helle Kleidung schützt vor Mückenstichen


Für viele ging es Anfang Mai schon von der Halle in die Freibäder. Und mit den wärmeren Temperaturen kommen auch die stechenden Plagegeister. Mücken, wohin man sieht. Einige Tipps für Geplagte stellte Readers Digest jetzt zusammen:

Stuttgart (ots) - Landzeitschrift daheim in Deutschland gibt Ratschläge, um Sommerabende ungestört genießen zu können - Expertenrat: Stiche nicht aufkratzen
Nach dem milden Winter droht in diesem Sommer in Deutschland eine regelrechte Stechmückenplage. Was aber tun, um nach Feierabend beim Sport, auf dem Spaziergang oder im Garten von den lästigen Insekten verschont zu bleiben? Die Landzeitschrift daheim in Deutschland aus dem Verlag Reader's Digest gibt in ihrer Juni/Juli-Ausgabe Tipps, wie man sich schützen kann und welche Mittel nach einem Mückenstich helfen.
Grundsätzlich gilt: Stechmücken - auch Schnaken, Gelsen oder Gnitten genannt - bevorzugen Menschen mit der Blutgruppe 0. Warum, ist noch nicht geklärt. Die Mücken können diese jedenfalls über ein chemisches Signal auf der Haut erkennen. Und sie wählen ihre Opfer nach Geruch und Temperatur der Haut aus. Deshalb suchen sie einen verschwitzten Jogger eher heim als jemanden, der still auf dem Balkon sitzt und ein Buch liest. Wer sich viel draußen aufhält, gerade auch am Abend, kann aber vorbeugen. "Insektenschutzmittel zum Einreiben helfen, indem sie Geruchsstoffe absondern, die Mücken nicht mögen", erklärt der Kölner Hautarzt Dr. Hans-Georg Dauer in der neuen Ausgabe von daheim in Deutschland.
Vorbeugen kann man auch mit passender Kleidung. Experten empfehlen, selbst an einem warmen Sommerabend langärmlige, helle Bekleidung zu tragen. Dunkle Farben ziehen Stechmücken eher an. Für eine ruhige Nacht ist es ratsam, Insektengitter vor den Fenstern anzubringen oder Moskitonetze über die Betten zu spannen. Will man den Sommerabend ungestört auf der Terrasse oder im Garten verbringen, beseitigt man am besten alle Mückenbrutstätten und deckt Regentonnen ab, entleert Gießkannen stets komplett und räumt Dachabläufe frei.
Wer dennoch gestochen wurde, sollte die Einstichstelle besser nicht aufkratzen. Sonst entsteht eine Wunde, in die Bakterien eindringen. "Dann kann es zu Entzündungen und im Maximalfall auch mal zu einer Blutvergiftung kommen", warnt Hautarzt Dr. Hans-Georg Dauer. Sein Rat: Den Stich kühlen, ihn mit Essigwasserumschlägen oder mit einer speziellen Salbe behandeln. Das lindert den Juckreiz. Menschen, die auf Mückenstiche mit Herzrasen, Atemnot oder Kreislaufstörungen reagieren, sollten sofort zum Arzt gehen.

Dienstag, 6. Mai 2014

Kaffeetrinker seltener zuckerkrank Diabetesrisiko ist für Kaffeeabstinente um ein Drittel höher

Ich weiß nicht, wann ihr damit angefangen habt, Kaffee zu trinken. Bei mir war es mit dem Beginn meiner Ausbildung. Und oft musste ich mir anhören, dass das ja gar nicht gesund ist.
Doch gab es immer wieder Studien, dass regelmäßiger Konsum von Kaffee nicht so schädlich ist, wie man es vielleicht erwartet. Eher das Gegenteil ist der Fall, wie hier nachzulesen ist:

Baierbrunn (ots) - Eine neue Studie dürfte Menschen freuen, die regelmäßig Kaffee trinken - der ja eher ein ungesundes Image hat. Kaffee senkt das Risiko für Typ-2-Diabetes, die weitaus häufigste Form der Zuckerkrankheit, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Wer täglich sechs Tassen Kaffee trinkt, so das Ergebnis einer Studie, erkrankt im Vergleich zu Kaffee-Abstinenten rund ein Drittel seltener an Diabetes. Woran das liegt, können sich die Forscher nur bedingt erklären. Sie vermuten, dass verschiedene Inhaltsstoffe der braunen Bohnen eine Rolle spielen - etwa, indem sie die Insulinwirkung im Körper verbessern.

Nach einem Schlaganfall hilft nur Tempo Zwei Tage gesundes Leben für jede gewonnene Minute

Gütersloh (ots) - "Jeder Schlaganfall ist ein Notfall - 112!" lautet das Motto des "Tags gegen den Schlaganfall" am 10. Mai, ausgerufen durch die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Aktuelle Befragungen zeigen, dass viele Menschen die Symptome eines Schlaganfalls nicht richtig deuten und im Notfall nicht das Richtige tun, die 112 wählen. Wo dramatische Appelle nicht wirken, sollen jetzt nüchterne Zahlen wachrütteln. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie liefert den Stoff, den sich Akutmediziner wünschen, eine einfache Gleichung: Jede gewonnene Minute in der Akutversorgung bringt dem Patienten 2 Tage mehr gesundes Leben.
"Time is brain" lautet der altbekannte Grundsatz der Neurologen in der Schlaganfall-Versorgung. Bei einem Schlaganfall wird ein Teil des Gehirns nicht ausreichend mit Blut versorgt, Gehirnzellen sterben ab. Die Standardtherapie von Gefäßverschlüssen im Gehirn ist die so genannte Thrombolyse, die medikamentöse Auflösung des Gerinnsels. Je länger die Unterversorgung dauert, desto schwerer sind die Folgen. Die Lyse muss also so schnell wie möglich begonnen werden. Somit hängt die Prognose eines Schlaganfall-Patienten entscheidend von drei Faktoren ab: Haben Patient und Umfeld richtig reagiert, den Schlaganfall erkannt und den Notruf gewählt? Kommt der Patient auf eine Stroke Unit (Schlaganfall-Spezialstation)? Und: Wie gut funktionierte die Behandlungskette in der Notfall- und Akutversorgung?
Das alles ist lange bekannt. Doch wie groß genau der Effekt der Geschwindigkeit ist - oder anders formuliert: Wie viel sich die Eile lohnt - konnte bisher nicht konkret beziffert werden. Dem Finnen Dr. Atte Meretoja ist es jetzt gemeinsam mit Kollegen in Helsinki und im australischen Melbourne gelungen, den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit in der Akutversorgung und der zu erwartenden gesunden Lebensdauer und Lebensqualität statistisch zu berechnen. "Save a minute, save a day" lautet der Titel des bemerkenswerten Aufsatzes, der soeben im amerikanischen Fachmagazin "Stroke" erschienen ist. Darin stellen die Forscher die Ergebnisse einer 13-jährigen Beobachtungsstudie (1998 - 2011) in australischen und finnischen Schlaganfall-Zentren dar. Untersucht wurden 2258 Schlaganfall-Patienten.
Ergebnis: Jede Minute, mit der nach einem akuten Schlaganfall früher mit der Thrombolyse begonnen wird, verschafft dem Patienten durchschnittlich 1,8 gesunde Lebenstage mehr. Stark abhängig ist dieser positive Effekt vom Alter der Patienten und von der Schwere des Schlaganfalls. Jüngere Schlaganfall-Betroffene (unter 50 Jahren) mit schwerem Infarkt profitieren noch deutlich stärker, sie gewinnen 3,5 Tage Leben mit jeder Minute.
Mediziner und Präventionsfachleute weltweit müssten jubeln über diese Zahlen. Liefern sie doch wichtige Argumente, die bereits gute Notfall- und Akutversorgung weiter zu verbessern. Und sie sind ein Appell, Schlaganfall-Symptome bekannter zu machen und die Bevölkerung für die Bedeutung des Notrufs 112 zu sensibilisieren. Autor Atte Meretoja selbst zieht ein hoffnungsvolles Fazit: "Das Bewusstsein für diese konkrete Bedeutung des Faktors Zeit könnte die bisherige Praxis verändern."
(Quelle: Stroke. April 2014)

Montag, 5. Mai 2014

Sonnenlicht senkt Blutdruck Warum maßvolles Sonnenbaden Herzinfarkten und Schlaganfällen vorbeugen kann

Baierbrunn (ots) - Gute Nachricht für Sonnenanbeter: Sonnenlicht senkt den Blutdruck - und damit auch das Herzinfarkt- sowie Schlaganfallrisiko. Das berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf britische Wissenschaftler. Die Erkenntnis der Forscher: Durch UV-A-Licht entsteht in der Haut vermehrt Stickstoffmonoxid, das die Gefäße erweitert und so den Blutdruck senkt. Dies sei auch der Grund, warum Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der dunklen Jahreszeit häufiger auftreten. Die Warnung, dass zu viel UV-Licht das Hautkrebsrisiko erhöht, gilt natürlich nach wie vor.

E-Mail Marketing und Mobile Apps integrieren

Bonn (ots) - Apps gelten als das Herzstück mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Laut der ARD/ZDF-Onlinestudie haben im Jahr 2013 bereits 44 Prozent der deutschsprachigen Online Nutzer Apps verwendet. In der Zielgruppe der 14 bis 29 Jährigen sind es sogar 70 Prozent. Apps sind damit auch für das Marketing einer der wichtigsten Kanäle, um mit mobilen Nutzern in Kontakt zu treten. Laut der artegic Studie Online Dialogmarketing im Retail 2016 werden Apps von 57,7 Prozent der Mobile Marketer eingesetzt. Das wichtigste mobile Marketinginstrument sind jedoch mobil optimierte E-Mails (68 Prozent). Sowohl E-Mail Marketing als auch Apps sind keine autonomen Kanäle, sondern müssen Teil eines integrierten Marketing Mixes sein. Beide Instrumente bieten diverse Ansatzpunkt, um sie miteinander zu verknüpfen. Sog. Ultra Responsive E-Mails ermöglichen es, Links (und andere Inhalte) in E-Mails dynamisch auszuspielen, je nachdem, auf was für einem Endgerät die E-Mail geöffnet wird. Hat ein Nutzer die App eine Anbieters installiert und öffnet eine E-Mail dieses Anbieters auf seinem Smartphone, können die Links in der E-Mail den Nutzer direkt in die App führen. Verwendet der Nutzer die App noch nicht, bekommt er die "normalen" Links angezeigt, plus einem Call-to-Action für den Download der App.
Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten
E-Mail Marketing kann nicht nur dazu genutzt werden, Nutzer in eine App zu führen. Auch die App kann E-Mail Marketing technisch integrieren. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und bieten noch viel Spielraum zum experimentieren mit innovativen Ideen. Eine relativ einfache Möglichkeit besteht darin, Apps zur Generierung von E-Mail Marketing Opt-Ins zu nutzen. Darüber hinaus wären beispielsweise mobile Trigger-Mails denkbar, die an bestimmte Aktionen in der App gekoppelt sind, E-Mail basierte Paymentverfahren in App-Shops oder Geo-Location basierte Kommunikation per E-Mail.
Es ist ebenfalls möglich, die E-Mails nicht nur im E-Mail Client, sondern auch direkt in der App anzeigen zu lassen. So entsteht keinerlei Medienbruch zwischen E-Mail und App-Nutzung. Da in diesem Fall auch die technischen Darstellungsfähigkeiten der gängigen E-Mail Clients nicht berücksichtigt werden müssen, besteht mehr Freiraum bei der E-Mail Gestaltung, z.B. in Form interaktiver Elemente.
Mehr unter: http://www.artegic.de/marketing-trends

Mittwoch, 23. April 2014

Nur echte Freundlichkeit zählt Lächeln um jeden Preis bringt in Verkaufssituationen nichts

Baierbrunn (ots) - Aufgesetzte Freundlichkeit bringt nichts. Wer krampfhaft versucht, freundlich zu sein, wirkt eher gestresst und erschöpft, weil Gefühle vortäuschen anstrengt, berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf eine Studie von Forschern der Universität Jena. Diese begleiteten 275 Verkaufs- oder Beratungsgespräche, etwa beim Friseur, im Restaurant oder in einer Videothek. Nur wer aufrichtig freundlich war, konnte bei den Kunden punkten, so das Ergebnis der Studie. Es gelte jedoch, die Haltung zu bewahren, wenn man einen schlechten Tag habe, denn Unhöflichkeit verzeihe der Kunde nicht.